Wirkung von Waldbaden

Waldbaden ist nicht nur eine aktuell beliebte Form der Achtsamkeit in der Natur, sondern hat auch viele positive Effekte auf Körper und Psyche. 

Folgende positive Auswirkungen auf die Gesundheit sind wissenschaftlich belegt: 
 

Physisch: 

 

  • verringerter Kortisol-Spiegel
  • Senkung des Blutdrucks
  • Stärkung des Immunsystems
  • Entspannung der Muskeln
  • Befeuchtung der Atemwege 



Psychisch: 

 

  • Entspannung durch weniger Lärm, natürliche Waldgeräusche und -gerüche
  • Ablenkung vom stressigen Alltag durch Eindrücke in der Natur
  • gesteigertes Wohlbefinden durch ruhige Atmosphäre im Wald


Dass der Waldaufenthalt uns guttut, ist also unumstritten, die Mechanismen, die dahinterstehen, sind allerdings nicht vollständig geklärt.


Wahrscheinlich sind mehrere Faktoren beteiligt. So besagt eine Theorie, dass der Wald positiv auf uns wirkt, weil wir evolutions-geschichtlich eng mit der Natur verbunden sind und dort zu Hause waren.
 
Auch Botenstoffe, mit denen sich Bäume untereinander verständigen, tragen offenbar zu den gesundheitsfördernden Wirkungen des Waldbadens bei, indem sie positive Signale an unseren Körper senden. 

Bäume tauschen mithilfe sogenannter Terpene Informationen aus: Diese Botenstoffe werden von den Bäumen an die Luft abgegeben und warnen andere Pflanzen zum Beispiel vor Fressfeinden oder Schädlingsbefall. Knabbern Käfer etwa einen Baum an, fährt dieser seine Abwehr hoch und gibt Terpene ab. Diese sind besonders nach Regen und in Kieferwäldern in höherer Konzentration in der Luft vorhanden. Mit der Atmung nehmen wir sie auf.

Forschende gehen davon aus, dass dies zur positiven Wirkung des Waldbadens beiträgt. Insbesondere Studien des japanischen Wissenschaftlers Qing Li, Vorreiter auf dem Gebiet der Waldmedizin, liefern Hinweise darauf, dass die Botenstoffe der Bäume das Immunsystem stärken, da sie die Aktivität und Anzahl von Killerzellen im Blut erhöhen. Diese natürlichen Killerzellen sind eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen und damit Teil des Immunsystems. Natürliche Killerzellen können beispielsweise Zellen, die mit einem Virus infiziert sind, erkennen und abtöten. 

Zudem sollen sie im Gehirn die Produktion von Botenstoffen steigern, die den Kortisol- und Blutzuckerspiegel sowie den Blutdruck regulieren können. Ein dauerhaft erhöhter Kortisol-Spiegel wird mit einer Schwächung der Abwehrkräfte, Depressionen und einem größeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zusammenhang gebracht. 

Außerdem bietet der Wald eine gute Mischung von Reizarmut und Anreiz. Im Wald ist es einerseits relativ still, und wir können bewusst dem medialen Dauerstress entfliehen. Auf der anderen Seite sind die Naturgeräusche, die Naturstrukturen und das viele Grün positive Reize für unsere Sinne, die uns guttun. 

Waldgeräusche, wie das Zwitschern der Vögel, und angenehme Gerüche tun ihr Übriges dazu, dass wir uns im Wald wohlfühlen, denn sie sorgen dafür, dass die Aktivität des Parasympathikus gesteigert wird. Dieser Teil des vegetativen Nervensystems ist besonders in Ruhephasen aktiv und dient der Regeneration des Organismus. Ist er aktiv, sinken der Puls und der Blutdruck. Durch die ruhige Atmosphäre entspannen sich die Muskeln. Sie sind ein wohltuender Gegenpol zum urbanen Leben. 

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